Krankenversicherung für Studenten

Studenten können bis zum Ende des 25. Lebensjahres über ihre Eltern im Zuge der Familienversicherung krankenversichert bleiben, sofern diese gesetzlich krankenversichert sind. Allerdings ist diese Regelung von bestimmten Voraussetzungen abhängig. Wird vor dem Studium noch der Wehr- oder Zivildienst abgeleistet, verlängert sich die "Verweildauer" in der Familienversicherung um diese Zeit. Sind beide Eltern privat krankenversichert, muss der Studierende von Beginn an eine eigene Krankenversicherung abschließen.

PKV Basistarif

Voraussetzung für die Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung der Eltern ist immer, dass der/die Studierende nicht mehr als 400 Euro aus einer geringfügigen Beschäftigung oder 345 Euro aus sonstigen Einkünften (beispielsweise Miet- oder Zinseinkünfte) erhält. In dem Fall müsste er/sie sich selbst versichern. Nicht zum Einkommen des Studenten zählt BAföG. Nimmt man als Student eine kurzzeitige Beschäftigung von unter 50 Tagen im Jahr an, zum Beispiel in den Semesterferien, gelten die vorgenannten Einkommensgrenzen nicht.

Ist eine Mitgliedschaft in der Krankenversicherung der Eltern nicht möglich, weil das 26. Lebensjahr begonnen wurde, muss man sich selbst in der studentischen Pflichtversicherung krankenversichern. Die Kosten hierfür betragen bei eigentlich allen gesetzlichen Kassen 47,53 Euro im Monat, dazu kommen 7,92 Euro bzw. 9,09 Euro für die Pflegeversicherung. Noch teurer wird es nach dem Semester, in dem das 30. Lebensjahr vollendet wird, denn ab diesem Zeitpunkt müssen Studenten sich freiwillig versichern. Wer übrigens über den zweiten Bildungsweg zum Studium gekommen ist, hat Anspruch auch über das 30. Lebensjahr hinaus auf die günstigen Tarife für Studenten. Weiterhin endet die Versicherungspflicht in der Krankenversicherung für Studenten nach dem 14. Fachsemester oder am Ende des Studiums.

Zu Beginn des Studiums muss man wählen, ob man sich gesetzlich oder privat versichern möchte. Allerdings gilt diese Entscheidung für die gesamte Studienzeit und ein Wechsel ist nicht möglich. Auf der Suche nach einer günstigen Krankenversicherung hat der Student die Qual der Wahl, denn es gibt eine Vielzahl verschiedenster Tarife und man verliert leicht den Überblick. Fast alle Versicherungen bieten besonders günstige Studententarife an, doch wirklich günstig sind sie nur für Kinder von Beamten, die beihilfeberechtigt sind. Private Krankenkassen verlangen für die Mitgliedschaft von Studenten zwischen 80 bis etwa 120 Euro monatlich. Vorteilhaft ist es, die wesentlichen Kriterien miteinander zu vergleichen und den Leistungsumfang sowie die Beitragshöhe vorrangig zu berücksichtigen. Besonderes Augenmerk sollte deshalb bei Abschluss einer privaten Krankenversicherung für Studenten auf hohe Versicherungsleistungen gelegt werden, die auch alternative Medizin sowie Naturheilkunde umfasst, die Behandlung als Privatpatient beim Arzt/Zahnarzt, im Krankenhaus und beim Heilpraktiker, Selbstbeteiligungsfreiheit bei Medikamenten oder Heilmitteln sowie die jederzeit mögliche Rückkehr in die gesetzliche Versicherung nach Beendigung des Studiums.

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